Während des Wiener Kongresses 1815 wurde nach dem Sieg über Napoleon festgelegt, dass das Königreich Preußen große Teile Westfalens und der Rheinprovinzen sowie des nördlichen Sachsens erhält. So entstand die Preußische Provinz Sachsen mit den Regierungsbezirken Erfurt, Magdeburg und Merseburg.

Nach Plänen von Franz Heinrich Schwechten unter der Projektierung von Knoch und Kallmeyer wurde das Merseburger Ständehauses von 1892-1895 erbaut. Der repräsentative Monumentalbau vereinigt verschiedene Stilrichtungen: Historismus mit Wandelgängen im antiken römischen Stil, einem Foyer im barocken Stil und einem Plenarsaal im klassizistischen Stil.

Am 24.4.1895 tagte erstmals der Provinzialausschuss in dem neuen Gebäude und trat hier bis 1933 zusammen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude als Kulturhaus genutzt.

Seit dem 3. Oktober 2003 präsentiert sich das Ständehaus in altem Glanz als repräsentatives Kongress- und Kulturzentrum.

Außer den verschiedenen Sälen und Gastronomie befindet sich ein Standesamt im Hause.

www.staendehaus-merseburg.de


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